Auf die Schaneralp

Jedes Jahr Mitte Juni dürfen unsere zotteligen Schottischen Hochlandrinder auf die Schaneralp. Mit dem Viehanhänger geht es von Gams via Sevelerberg bis auf den Schanerberg. Etwas oberhalb dieser Alp werden die Tiere ausgeladen und wir nehmen das letzte Stück zu Fuss. Unsere Tiere sind nicht zum ersten Mal da oben und kennen den Weg, daher ist es eher ein miteinander hochlaufen als ein Viehtrieb. Denn noch kommen durch die Steigung sowohl Mensch (als auch Tier) etwas ausser atem und ins schwitzen.

Oben angekommen werden wir von einem herrlichen Lüftchen empfangen und können uns bei schönestem Wetter an der Aussicht Rheintal abwärts und aufwärts erfreuen.

Die Schottischen Hochlandrinder verbringen ihren Sommer auf der Schaneralp. Den Weg dorthin kennen sie bereits und laufen selbstständig hoch.
auf 1472 im Stoffel angekommen
Der Start unserer Alptriebes war bei der Strassen / Weg-Gabelung. Bei schönstem Wetter sehen wir fast bis nach Hause.

alles blüht

Nun endlich ist der da, der lang ersehnte Sommer und dann auch gleich in voller Pracht. Wir erfreuen uns an unserem herrlichen Gemüseacker mit Bienenweide, wo jetzt alles blüht und gedeiht. 

Die Kartoffeln beginnen zu blühen. Die Zwiebeln und Randen bilden schon Knollen, die Erbsen blühen in den Farben pink sowie weiss und haben bereits die ersten Schoten an ihren Trieben. Die Bienenweide erfreut natürlich nicht nur das menschliche Auge, sondern vor allem auch unsere Bienen.

Und dann sind da noch unsere Kichererbsen. Auch sie sind im Wachstum und wir sind schon sehr gespannt, ob es dann im Herbst auch etwas zur ernten gibt.

die erste Unterhose nach einem Monat

Genau einen Monat ist es her, seit wir zwei Unterhosen vergraben haben. Das Wetter in der Zwischenzeit war geprägt durch kalte und feuchte Tage. Aus Sicht der Bodenlebewesen ein idealer Zustand. Ohne Schaufel, nur mit den Händen graben wir die erste Unterhose wieder aus. Voller Hoffnung nur ein zerfetztes Stück vorzufinden, zogen wir die Hose aus dem Dreck und hielten sie in die Höhe der Sonne entgegen. Auch die eingegrabenen Teebeutel haben wir gesucht. Leider haben wir nur 5 von 6 Stück gefunden. Ob das letzte Stück wohl den Bodenlebewesen zum Opfer fiel 😉

Das Ergebnis lässt sich sehen. Ein leicht zersetztes Stück Stoff. Da haben die Mikroben richtig Hunger gehabt :-). Wie wohl die nächste Unterhose im zweiten Monat aussehen wird?

Das Team von Agroscope war ebenfalls bei uns und hat frische Bodenproben entnommen. Somit können wir zusätzlich den Sauerstoffgehalt und die Dichte des Bodens herausfinden. Diese Informationen geben uns wichtiges Feedback über die Beschaffenheit des Bodens.

Höö ussaprässa

Bevor im Frühsommer das erste Heu in den Heustock gebracht werden kann, muss das Vorjährige Heu (Gamserdialekt Höö), aus dem Stock geschaffen werden. Diesen Vorgang nennt man hier Höö ussaprässa.

Da es sich um eine sehr staubige Angelegenheit handelt, müssen verschiedene Vorkehrungen getroffen werden. Das Futter im Stall wird abgedeckt, alles nicht benötigte Material rausgeschafft und am Tag X werden sämtliche Tiere von der ältesten Kuh bis zum jüngsten Kalb auf die Weide gelassen.

Eine Quaderballen-Heupresse wird gemietet, Anhänger für die Heuballen bereitgestellt und unser «Pipifax» (Hoftrac) wird auf die Heubühne gehieft.

Quaderballenpresse
Der Hoftrac «Pipfax» wird auf die Heubühne gehoben.

Wenn alles bereit ist, begeben sich die «Chrampfer» bewaffnet mit Atemschutzmaske und Heugabel auf den Heustock. Und dann gehts los. Es wird Gabel um Gabel vom Stock in die Presse befördert, bis die letzte «Miggla Höö» zur Balle gepresst wurde. In diesem Jahr dauert dies gut 2.5 Stunden. Das Ergebnis über 2 Anhänger Grossballen. Die Helfer haben sich nach diesem Kraftakt einen feinen Zmittag, zubereitet von der Bäuerin Selin sichtlich verdient.

Zwischendurch eine kurze Trinkpause.
Maske nach getaner Arbeit.

Wer weiss, wenn das Wetter weiterhin so unbeständig und eher kühl bleibt, werden unsere Tiere im kommenden Jahr noch froh um die vielen Ballen sein.

Die Ballen werden nach der Presse mit einem Hoflader auf den Wagen gehoben. Endresultat über 2 Wagen Quaderballen.

Wir vergraben Unterhosen

Es ist Montag, den 26. April 2021, der Frühling scheint nun definitiv angekommen zu sein. Wir stehen mit einer Schaufel in der Hand auf dem Feld und vergraben zwei Paar weisse Unterhosen in der von der Sonne gewärmten Erde. Kein Witz.

Dolores und Peter vergraben Unterhosen!

Warum machen wir das?

Die Aktion «Unterhosen vergraben» wurde von Agroscope und der Uni Zürich lanciert. In diesen Tagen werden in der ganzen Schweiz insgesamt 2000 Unterhosen vergraben. Da sich die Baumwollunterhosen im Boden zersetzen, gilt dies als Indikator für die Bodengesundheit. Je schneller sich die Unterhose zersetzt, desto besser die Bodenqualität. In der Schweiz ist dieser Test noch relativ unbekannt. Nicht so in Kanada. Dort wird der Test bereits seit längerer Zeit landesweit durchgeführt. Zusammen mit den Unterhosen werden zweierlei Teesorten vergraben. Von diesen weiss man nämlich ganz genau wie lange deren Verrottungsprozess dauert. Zusätzlich wird eine Bodenprobe entnommen, welche zusammen mit der Unterhose untersucht wird.

Worum geht’s?

Ohne die Erde unter unseren Füssen gäbe es kein Leben auf unserem Planeten. Der Boden liefert Nahrungsmittel und Rohstoffe, filtert Wasser oder schützt vor Naturgefahren. Er ist auch Heimat von Billionen kleinster Lebewesen, welche durch ihre Fülle und Produktivität einen gesunden Boden auszeichnen. Doch unsere Böden sind weltweit stark gefährdet. Umweltverschmutzung, flächendeckende Überbauungen oder eine zu intensive Landwirtschaft führen dazu, dass die Fläche gesunder Böden schrumpft – auch in der Schweiz. Es ist also höchste Zeit, genauer hinzuschauen!

Gestern wurden die Feldtisch Unterhosen und Teebeutel vergraben. In einem 30cm tiefen Loch winkten wir den Unterhosen ein letztes Mal zu. «Wir sehen uns in einem Monat wieder» lachten wir und füllten das Loch mit Erde zu. Am Schluss wurde die Stelle mit einem Fähnchen markiert, damit wir diese auch sicher wieder finden.

Den genauen Standort kannst du auch hier einsehen:

https://www.spotteron.com/beweisstueckunterhose/spots/386190

Sprösslinge

Kalte Nächte mit Frost und Schnee sind nicht unbedingt die besten Voraussetzungen für Samen und Stecklinge, um zu keimen und zu wachsen. Es ist daher sehr erfreulich, dass unter den grünen Tüchern nicht nur Unkraut wuchert, sondern schon die ersten Gemüsesprösslinge zum Vorschein kommen. Bleibt zu hoffen, dass die Nächte nun etwas milder werden und die Jungpflanzen den kalten Temperaturen trotzen.

Bei Sonnenschein sind auch die Bienen wieder fleissig und gehen von Blüte zu Blüte ihrer Arbeit nach.

April, April…

… der macht, was er will!

Gestern noch föhnig und milde Temperaturen, heute schon wieder Temperaturen um null Grad Celsius und Schneefall.

Dabei würden wir es unseren Erbsen, Kartoffeln, Zwiebeln, Karotten und Randen ja von Herzen gönnen, wenn sie Dank der wärmenden Sonnenstrahlen langsam an der Erdoberfläche raussgucken dürften. Statt dessen liegen sie geschützt unter Tüchern vergraben und hoffen, dass auch sie bald durchstarten können. Gut Ding will ja bekanntlich Weile haben 😊.

Gewinner/in Lissy Schafweg

Die Hauptverlosung des Lissy Schafweges wurde am Samstag durchgeführt. Unsere Glücksfee hat die Karten von Mia, Leyan und Jonas gezogen. Die glücklichen Gewinner und die Gewinnerin wurde bereits informiert. Wir gratulieren ihnen von Herzen und wünschen ihnen viel Freude mit dem schafigen Präsent.

Grilltipp zu Ostern

Kommt vorbei,
lasst euch inspirieren,
entdeckt den Erlebnisweg
und tankt etwas Sonne.

Frisch in unserer Selbstbedienung empfehlen wir euch

SCHOTTISCHES HOCHLANDRIND
– Burger Patties (REGULAR / BBQ)
– Hochrückensteak
– Entrecôte
– Plätzli à la minute
– Huftsteak

RIBELMAIS POULET
– Ribelmais Pouletbrüstli
– Ribelmais Pouletflügeli

Das Feldtisch Team wünscht allen frohe Ostern. 💚